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Brutanleitung

Das Brutei

Temperaturen unter +5 Grad schaden dem Keim und verringern die Hoffnung auf einen guten Schlupf. Gelagert werden die Eier in einem Raum, dessen Wärme zwischen 8 - 12 Grad , äußerst 15 Grad liegt. Eine zu warme Lagerung ist falsch, weil dadurch zu viel Wasser vom Eiinhalt verdunstet, was sehr schädlich und daher zu vermeiden ist. Alle Eier sind jedoch vor allem für die Kunstbrut nicht mehr geeignet,da die sich entwickelden Keimlinge leicht absterben, oder sich erst gar nicht entwickeln.Unter optimalen Lagerbedingungen beginnt die Schlupffähigkeit nach den ersten Tagen zu fallen, etwa ein 2% iges Gefälle pro Tag.

 

Die Brutwärme

Der Brüter sollte vor jedem Brüten gut desinfiziert werden da sich sonst rasch Bakterien bilden können. Optimal ist es den Brüter einige Stunden vor dem einlegen der Eier einzuschalten. Wenn der Brutapparat beim Anheizen konstant die gewünschte Temperatur von 37,8 Grad anzeigt, kann man mit der Einlage beginnen.
Beim Flächenbrüter soll die Temperatur an der Oberkante des Eies gemessen 38 Grad betragen, während die Unterkante um ein Grad nach unten differiert,also nur 37 Grad aufweist. Da man das nie so genau Messen kann sollte Temperatur lieber ein Grad drunter als drüber betragen. Schrankbrüter dagegen weisen eine gleichmäßige Wärme von 37,8 Grad auf, die auch während der ganzen Brutzeit gehalten wird. Diese Brüter arbeiten mit intensiver Luftumwälzung, wodurch das Ei von gleichmäßiger Wärme umgeben wird. Übertemperaturen können gefährlch werden, weil dann ein zu großer Feuchtigkeitsverlust im Ei entsteht, was zu Folge hat, daß viele Küken beim Schlupf im Ei stecken bleiben. Weniger gefährlich ist Untertemperatur, wenn sie nicht zu lange anhält. Die Regulierung der Temperatur erfolgt mit Hilfe eines zuverlässig arbeitenden Elektronik- Thermostat, sie arbeiten auf 1/10 Grad genau..

 

Die Feuchtigkeit

Die Feuchtigkeit spielt in unserem Brutapparart eine wichtige Rolle, weil der reguierende Einfluß der natürlichen Glucke fehlt. Das Ei verliert während der normalen Brut etwa ein Fünftel seines Feuchtigkeitsgehaltes. Dadurch bildet sich eine größere Luftblase, die beim Durchleuchten deutlich erkennbar ist und zugleich als Beweis für die fortschreitende Entwicklung des Embryos gewertet werden kann. Angestrebt wird eine relative Feuchtigkeit von 50% - 60%, die in den letzten 3 Tagen vor dem Schlupf langsam ansteigen soll auf etwa 80% - 90%. Als Folge falscher Feuchtigkeitsreguierung bildet sich bei zu trockenen Brüten ein sehr viel größere Luftblase, die Eihaut trocknet ein, das Küken kann sie beim Schlupf oft nicht durchstoßen. Bei zu feuchtem Brüten dagegen wird das Eiweiß nicht restlos verbraucht, so das die Küken nach dem Schlupf unansehnlich und verklebt aussehen. Das gleiche kann auch bei falscher Temperatur eintreten. Durch die Feuchtigkeit verlieren die Eierschalen an ihrer Härte, das sich günstig auf den Schlupf auswirkt. Außerdem werden sie luftdurchlässiger, was für den Luftaustausch im Ei von Bedeutung ist.

 

Luft und Lüften

In den ersten 12 Tagen benötigen die Bruteier nur wenig Sauerstoffzufuhr. Der Bedarf nimmt aber mit dem Wachstum der Kücken zu, so daß die Lüftungsöffnungen der Brutapparate nunmehr, langsam steigend, mehr und mehr zu öffnen sind. Die Kücken müssen beim Schlupf ersticken, wenn der zu Atmung erforderliche Sauerstoff nur unzureichend vorhanden ist. Sind die Schnäbel toter Kücken blau, deutet dies auf den Erstickungstod hin.

 

Kühlen und Wenden

In der Naturbrut verlässt die brütende Henne oft bis zu einer halben Stunde das Nest, um zu fressen und ein wohltuendes Staubbad zu nehmen. In dieser Zeit verlieren die Eier viel Wärme, zugleich findet aber auch ein lebhafter Gasaustausch statt. Dies ist auch bei der Kunstbrut von Bedeutung, beim Flächenbrüter wird das Problem dadurch gelöst, daß die Eier vom 3 Tage an 2-3 mal von Hand gewendet werden. Im Schrankbrüter erfolgt das Wenden sehr viel einfacher, da die übereinanderliegenden Horden nach hinten oder nach vorne gezogen werden,und somit das Ei in eine andere Lage kommt. Das Kühlen erfolgt gewöhnlich täglich einmal durch ein etwa 4-5 Minuten während des Öffnen der Tür. Im allgemeinen wendet man die Eier vom 3 Tag bis zum 17 Tag 2-3 mal, von da an bleibt das Ei unverändert in seiner Lage bis zum Schlupf.

 

Der Schlupf

Wenn alles gut geklappt hat, regt sich erstes Leben im Brutapparat am 16 Tag. Die Spannung wächst beim züchten , und es ist nicht ganz einfach , die eigene Ungeduld zu zügeln. Grundfalsch ist es aber, während des Schlupfes der Brutapparat dauernd zu öffnen, um die Küken zu zählen, die Eierschalen zu entfernen und beim Schlupf helfen zu wollen. Dadurch werden dem Brutapperat Wärme und Feuchtigkeit der Luft entsorgen. Es treten dann unerwünschte Schwankungen auf. Ein gesundes, kräftiges Küken schlüpft ohne menschliche Hilfe. Die Küken bleiben so lange im Brutapparat, bis etwa 50% aus den Eiern geschlüpft sind. Die Schalen werden schnell entfernt, da sich sie sonst leicht einmal über die Eier der schlüpfenden Küken schieben können. Wir warten dann, falls erforderlich, noch bis zum Ende des 21. Tages, weil ältere Eier später schlüpfen. Erst dann ist die Brut beendet. .

 

Bruttabelle

  • Hühner -------------21 Tage Enten-------------28 Tage
    Gänse----------28--35 Tage Perlhühner-----28 Tage
    Taube----------16--18 Tage Puten-------------28 Tage
    Wachteln-----------17 Tage Fasan-------------24 Tage
    Rebhuhn------------23 Tage Pfauen-----------28 Tage
    Auer---------------26 Tage Birkhuhn--------26 Tage
    Haselhuhn----------25 Tage Strauß------ 40--42 Tage
    Nandu---------35--40 Tage Emu----------35--40 Tage

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